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Biertest - Grolsch Lentebok

Bewertung: 8 / 10 Punkten

Brauerei:

Grolsche Bierbrowerij / Enschede


Herkunft:

Holland


Getestet am:

05.04.2020


Testobjekt:

0,3l-Flasche


Biersorte:

Bockbier


Alkoholgehalt:

6,50%vol.


Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen


Farbe:

honigfarbig


Schaumkrone:

wenig


Geruch:

leicht würzig


Geschmack:

würzig, leicht fruchtig, minimale Säure, langer Abgang


Sonstiges:

Das 2013er-Bier hatte 7,0%vol. Alkohol // Das 2012-Bier hatte 6,5%vol. Alkohol!


Fazit:

Bewertung 15.08.2001: Ist ein leckeres Starkbier, welches kalt am allerbesten schmeckt. 8 von 10 Punkten.

Bewertung 31.08.2012:
Das "Grolsch Lentebok" war eines der ersten Testbiere (Test Nummer 17), die ich auf 1000getraenke.de veröffentlicht habe. Und das fast auf den Tag genau vor elf Jahren! Seitdem hat sich natürlich eine Menge verändert. Nicht nur die Seite hier, auch meine Geschmacksknospen haben sich perfektioniert :-) So freue ich mich auf diesen erneuten Test des holländischen "Maibocks". Aus der ersten Hopfen-Ernte wird dieses Bier gebraut, das soll ihm die besondere Frische verleihen. Die knackigen 6,5%vol. sollten für eine Menge Volumen sorgen. So ist es dann auch. Ziemlich intensiv und mit viel Tiefe startet dieses Starkbier. Goldgelb leuchtet es, der Schaum steht gut. Der Geruch lässt sich aber ziemlich bitten, nur eine minimale Würzigkeit ist zu riechen. Satt ist der Antrunk. Eine feine Orange kommt durch. Das Wasser ist weich, die ersten Moment gehören einer üppigen Süße, die nach mehr als nur 6,5%vol. schmeckt. Der Hopfen mischt sich aber schnell ein und kann fast von der ersten Sekunde an mit einer ordentlichen Würzigkeit auftrumpfen. Das hätte ich so jetzt nicht erwartet. Ab der Mitte dann kann man es schon fast bitter bezeichnen. Und genau dann sollte man einen weiteren Schluck zu sich nehmen, denn dann wird es wieder ruhiger und der Zucker kommt durch. So wiederholt es sich dann, bis der Inhalt der 0,3l-Flasche alle ist. Gut! 7 von 10 Punkten.

Bewertung 09.11.2013:
Nach nur 15 Monaten steht das "Grolsch Lentebok" wieder vor mir. Nicht nur das Etikett wurde ein weiteres Mal angepasst, auch die Rezeptur wurde verändert. 2012 waren es noch 6,5%vol. Alkohol, nun sind es immerhin schon 7,0%vol. Auch hat man auf den Zusatz von Karamell als Färbemittel verzichtet. Es handelt sich also um ein gänzlich anderes Bier. Lente ist übrigens niederländisch und heißt Frühling. Das passt zwar im November nicht wirklich, aber wie heißt es so schön: Nach dem Frühling ist vor dem Frühling. Und deshalb geht es nun ran an dieses Starkbier. Satt golden glänzt es, der Schaum ist nicht allzu üppig, der Geruch hat eine leichte Säure vorzuweisen. Geschmacklich ist es besser. Eine leichte Fruchtigkeit nach Birnen kommt durch, dazu gesellt sich schnell der Hopfen, der direkt von Anfang an mit einer zuerst subtilen, dann aber stärker werdenden Bitternote auftrumpft. Dann lassen auch die süffigen Aromen des Bieres nach. Für ein Frühlingsbier ist es mir eine Spur zu bitter. Den Alkohol schmecke ich zum Glück nicht direkt. Das Grolsch haut mich nicht um. Etwas zu einfallslos ist es. Deshalb kann ich ihm heute einen Punkt weniger geben. Die neue Rezeptur kann zumindest mich nicht überzeugen. 6 von 10 Punkten.

Bewertung 05.04.2020:
Noch einmal steht das "Grolsch Lentebok" vor mir. Dieser Frühlingsbock hat wieder etwas weniger Alkohol und liegt nun bei 6,5%vol. Die Brauer haben wohl eingesehen, dass weniger oft mehr ist... Nun, dann wollen wir mal. Ein strahlendes Honiggelb ist zu sehen, der Geruch ist ebenfalls fruchtig und würzig. Der Antrunk hat dann wirklich einen frischen Charakter, das Bier macht direkt Spaß. Viel Kohlensäure, schön fruchtig und sehr gut zu trinken ist es. Die feine Säure zu Beginn ist erfrischend, den Alkohol schmecke ich nicht direkt durch, das Volumen ist aber entsprechend ausgeprägt. Neben der feinen Süße kommt auch der Hopfen (Hallertauer Mittelfrüh) sehr gut durch, eine dezente ätherische Note ist zu schmecken. Sehr lang ist der Abgang. Alles in allem kann ich sagen: Ein sehr gutes Frühlingsbier. Und scheinbar hat die Alkoholreduzierung etwas gebracht. 8 von 10 Punkten.


Bewertung:

Bewertung: 8 / 10 Punkten


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