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Biertest - Uerige Doppelsticke

Bewertung: 10 / 10 Punkten

Brauerei:

Uerige Obergärige Hausbrauerei GmbH / Düsseldorf


Herkunft:

Deutschland


Getestet am:

04.01.2015


Testobjekt:

0,33l-Bügel-Flasche


Biersorte:

Doppelbock


Alkoholgehalt:

8,50%vol.


Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Caramelmalz, Röstmalz, Doldenhopfen, Uerige-Hefe


Farbe:

trübes dunkelrot


Schaumkrone:

relativ wenig


Geruch:

fruchtig


Geschmack:

trocken, fruchtig, bitter, langer Abgang


Sonstiges:

2006er-Test: Vielen Dank an Herrn Dr. Hebmüller aus dem Uerige für die Spende!!!


Fazit:

Bewertung 28.12.2006: Das ist wirklich mal ein ganz besonderes Bier, welches hier vor mir steht. Es wird in Düsseldorf gebraut und nur in den USA verkauft. Und jetzt endlich habe ich die Möglichkeit bekommen, dieses Bier hier in der Stadt am Rhein erstmalig zu testen. Wahrscheinlich wird es nicht viele hier in Europa geben, die dieses Erlebnis bisher hatten. Schön. Und noch schöner sieht das Bier im Glas aus. Ein intensives rot, gepaart mit einer anständigen Schaumkrone und einem Geruch, der an Erdbeeren und roten Trauben erinnert. Toller Anfang. Die 8,5%vol lassen eben das Aroma besonders gut zur Geltung kommen. Aber nun ist es soweit, der erste Schluck steht an. Und es fängt süßlich an, malzig, weich, rund. Aber wehe, man lässt dieses Bierchen eine Weile auf der Zunge. Dann wird der Wolf im Schafspelz geweckt. Der Alkohol kommt durch und knallt es einen rechts und links vor den Latz. Mannomann. Aber es geht noch weiter. Der Hopfen ist ab dem Mittelteil der Chef im Glas. Und was für einer. Bitter wird es und der Gaumen macht Luftsprünge über diese Intensität, die einem hier geboten wird. Das tolle daran ist aber, dass der Alkohol zwar unterschwellig dick aufträgt, aber niemals in seiner unschönen Gestalt durchkommt. Er dient immer als Geschmacksträger. Da hat das Uerige aber ganze Arbeit geleistet. Selten so ein komplexes und rundes Bier aus deutschen Landen getrunken. Vielleicht eher mal in Belgien, aber das hier hat trotzdem den unverkennbaren Altbier-Geschmack. Schade, dass dieses brautechnische Wunderwerk nicht in Deutschland vertrieben wird. Der komplette jährliche Sud von 60 Hl geht komplett in die USA. Wer also mal in den Staaten ist und viel Glück hat, der sollte bei diesem Bier zugreifen. Echt nett. Insgesamt ein ganz großes "Altbier" und mit 10 Punkten nicht überbewertet. 10 von 10 Punkten.

Bewertung 04.01.2015:
Ja, nach acht Jahren steht endlich mal wieder diese Düsseldorfer Bierperle vor mir. Gekauft habe ich Sie dieses Mal ganz regulär beim Uerige im Brauhaus direkt und das ist wohl mittlerweile ohne Probleme möglich. Zumindest wenn man gewillt ist, einen Kasten mit 16 Flaschen á 0,33l abnehmen möchte. Ich wollte das nicht zwingend, aber ein Pärchen aus Langenfeld hat sich erbarmt und mir eine Flasche überlassen. Danke noch mal :-) So, also, dann wollen wir dieses 8,5%ige mit der Füllmenge von 11,2 Fl. Oz. mal testen. Dunkelrot ist es, dazu eine leckere Hefetrübung und nur wenig Schaum. Schön fruchtig riecht es, nach roten und schwarzen Beeren. Der erste Schluck haut einen direkt um. Neben den fruchtigen Aromen, auch hier kommen Cassis und und etwas vollreife Erdbeeren durch, hat man es mit einer hammerharten Trockenheit zu tun, die direkt von Anfang an mit der satten Bitteren um sich haut. Wirklich nichts für "Mädchen", dieses "Doppelbock-Altbier". Das Uerige wird mit den weiteren Schlücken schwerer und komplexer, etwas Erdiges kommt hinzu, die Bittere ist nicht minder aktiv. Das Bier ist wirklich klasse. Weil es sehr komplex und alles andere als langweilig ist. Und auch super, dass man es jetzt ganz normal in der Brauerei kaufen kann. So spart man sich die Flüge in die USA. Und wieder einmal, und das war zu erwarten, gibt es 10 von 10 Punkten


Bewertung:

Bewertung: 10 / 10 Punkten


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Andreas
2019-12-14

Ich bin froh dass ich das Uerige Doppelsticke auf einem Weihnachtsmarkt!!! ergattern konnte. In der Kölner Gegend ist so ein Altbierderivat nicht an jeder Ecke zu bekommen:-( Der Duft ist umwerfend und von Aromen dunkler Früchte geprägt. Eine leichte Säure, die ich der Hefe zuordne, ist auch dabei und rundet das Rumtopfaroma ab. Im Mund geht es mit einer starken, fast klebrigen Süße los. Schnell kommt der heftig portionierte Hopfen ins Spiel, der hier für den dringend benötigten Gegenpol sorgt. Leider verlieren sich die Aromen recht schnell. Lediglich die Hopfenbittere hält sich lange und domiiert ganz klar den Abgang, in den es noch ein paar schwache Karamell-, Schokolade- und Kaffeenoten schaffen. Sehr interessanter Stoff, der hinten raus leider etwas abflacht.


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