Biertest - Finkbräu Pils
Brauerei:
Brauerei Gotha / Gotha
Herkunft:
Deutschland
Getestet am:
08.09.2010
Testobjekt:
0,5l-Dose
Biersorte:
Pilsener
Alkoholgehalt:
4,90%vol.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt
Farbe:
goldgelb
Schaumkrone:
relativ viel
Geruch:
malzig, leicht würzig
Geschmack:
malzig, würzig, hart, kantig, langer Abgang
Sonstiges:
-
Fazit:
Kennt Ihr Irrland? Nein, ich meine jetzt nicht das Land, welches sich im Nordwesten Europas herumlümmelt... Sondern den Freizeitpark nahe der holländischen Grenze in Kevelaer. Dies ist ein Park, der über so herrliche Dinge wie Irrgärten, Maislabyrinthe und ähnliche Kinder- und Erwachsenen-Unterhaltung verfügt. Nicht nur, dass der Eintritt sehr günstig ist, nein, auch die Verpflegung innerhalb des Parks ist unschlagbar günstig. Das liegt daran, dass ausschließlich Produkte der Lidl-Kette verkauft werden. Das finde ich wirklich bemerkenswert. Das vor mir stehende Büchsenbier "Finkbräu Pils" wird dort für 1,50€ für die 0,5l-Dose angeboten. Unschlagbar günstig. Verkauft wird es in den holländischen Lidl-Filialen, deswegen wundert euch bitte nicht, dass man dieses Pils nicht hier bekommt. Laut Insidern soll es aus der Oettinger-Zweigstelle Gotha kommen. Wer da mehr weiß, soll es mich bitte wissen lassen. Aber öffnen wir dieses grüne Schätzchen doch mal. Es sieht sehr ansprechend aus: sehr viel fester Schaum und ein blankes Goldgelb darunter. Der Geruch ist erst Mal relativ malzig, mit leicht harten Hopfennoten in der Nase. Der Antrunk ist dann aber fast schon wie erwartet... schlecht. Ein zu Beginn süffiger Antrunk. Nach zwei Sekunden kippt das Bild aber und man hat es mit einer harten, unsympathischen Hopfennote zu tun. Das schmeckt nicht so lecker. Das Finkbräu kann nach ein paar weiteren Sekunden mit einer harten, bitteren Hopfenwürze aufwarten, man ist mit jedem Schluck gewillt, diese Dose schnellstens zu leeren, um sie in den Mülleimer zu pfeffern. Nein, da schmeckt das Oettinger Pils wirklich besser. Der lange Abgang kann hier auch nichts mehr retten. Dieses Pils kann man getrost stehen lassen und sich irgendein anderes Bier kaufen, und ich meine wirklich irgendein anderes. Es kann nur besser sein. Interessant finde ich übrigens das Logo... Es erinnert an den berühmten Holstenritter. Als Durstlöscher im Irrland an einem heißen Sommertag lasse ich es gerade noch durchgehen, aber kaufen muss man es sich sonst nicht. Unteres Drittel.
Bewertung:

Peter aus HH
2010-09-09
Hallo
dieses Bier ist mir bestens bekannt aus Frankreich! Nachdem Lidl mittlerweile Frankreich flächendeckend versorgt - hat auch Vorteile für die Preisgestaltung der Supermärkte wie Carrefour, LeclerqueIst, Intermarché usw -, findet man Finkbräu ohne den Aufdruck Pils neben Grafenwalder in jedem Lidlmarkt!
Unter Blinden ist der einäugige König! Diese Weisheit trifft in gewissem Sinne in Frankreich, zumindest in den Supermärkten, zu!
Deswegen hat das Bierchen trotzdem keine bessere Beurteilung verdient! Es trifft offensichtlich den Durchschnittsgeschmack in Frankreich!
Also lieber zurück zu Wein und Pastice!
Aber: "1664" kalt aus dem Fass bei Hitze und großem Durst ist tatsächlich gut trinkbar.
Peter aus HH


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