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Biertest - Belzebuth Extra Forte

Bewertung: 7 / 10 Punkten

Brauerei:

Brasserie Grain d'Orge / Ronchin


Herkunft:

Frankreich


Getestet am:

08.10.2008


Testobjekt:


Biersorte:

Doppelbock


Alkoholgehalt:

13,00%vol.


Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Reis, Zucker, Hopfen


Farbe:

leicht trübes bernstein


Schaumkrone:

relativ wenig


Geruch:

stark, leicht säuerlich


Geschmack:

fruchtig, malzig, süß, langer Abgang


Sonstiges:

-


Fazit:

Ich habe Besuch. Und zwar vom Teufel persönlich. Heute Abend besucht er mich und möchte, dass mein letztes Stündlein schlägt. Die Chancen, dass das hinhaut, stehen gut, denn vor mir steht eines der stärksten Biere der Welt, das "Belzebuth Extra Forte". Glatte 13(!!!)%vol. hat dieses französische Starkbier. Damit bekommt er mich, der Belzebub. Ich habe vor etwas mehr als einem Jahr die "Kinder-Version" dieses Killers getrunken, dieses hatte "nur" 8,8%vol. und ich habe damals 9 Punkte vergeben. Respektabel. Aber nun, die Krönung, Luzifer in Person. Im Glas ist alles ok. Wenig Schaum, darunter ein leicht unfiltriertes bernstein. Ich halte die Nase ans Glas... und schrecke zurück. Es riecht nach Wein, nach Apfelwein. Aber der härtesten Sorte. OK, Zähne zusammenbeißen und los geht es. Ich nehme einen Schluck dieses teuflischen Bieres zu mir... und... bekomme Gänsehaut. Ein leicht säuerlich-fruchtiger Antrunk. Sehr süß und doch stark wie Nachbars Lumpi. Meine Herren, das ist starker Tobak. Ein intensives Malzaroma bäumt sich da auf der Zunge auf. Satt, rund, vollmundig. Leicht säuerlich, so wie man es von vergorenen Cidre kennt. Ein weiterer kleiner Schluck, große gehen hier definitiv nicht, und man gewöhnt sich dran. Aber es wird nicht zum Lieblingsbier auserkoren. Dafür ist es einfach zu stark, zu intensiv. Ich denke auch, dass man hier gut Sodbrennen von bekommen kann. Als Partygeschenkt, als Mutprobe, als ultimativer Beschleuniger ist dieses französische Bier willkommen, ich kann mir schwer vorstellen, dass man diesen "Likör" als Lieblingsbier titulieren kann. Weiter geht es, der Teufel will besänftigt werden. Noch hat er mich nicht... Noch nicht.... Langsam gefällt es. Aber nur sehr langsam. Schöne Fruchtaromen kann man nun herausschmecken. Limette, Traube lassen grüßen. Aber auch den Reis schmeckt man schnell durch. Dadurch schmeckt es etwas flach. Nur der Antrunk "tut so weh", dann wird es wirklich ruhiger. Und so langsam, aber sicher leert sich auch das Glas. Nicht schlecht, das war ein echter Kampf. Die kleinen Lampen im Kopf glimmen, noch eines davon möchte ich nicht trinken. Und immer mehr kristallisiert sich heraus, dass eben nur der Antrunk so fürchterlich durch Mark und Bein gehen. Trotzdem ist jeder Schluck ein wahrer Blick in die Abgründe der Hölle. So, jetzt versuche ich mal, ein objektives Ergebnis zu bringen. Eines vorweg: 9 Punkte werden es nicht, das steht fest, dafür ist der Geschmack unrund. Man versucht hier, vielleicht auch aus Krampf, einen Bomber zu kreieren, Hauptsache viel Alkohol, Hauptsache man steht im Guinness-Buch. Zumindest stand es dort mal. Ich kann man dunkel daran erinnern, dass dieses Bier vor 15-16 Jahren das Stärkste der Welt war. Aber Geschmack zählt auch. Und hier ist es eher im oberen Mittelfeld angesiedelt. So, Luzifer, mich schaffst Du nicht... Da musst Du Dir andere suchen... Har, har, har...


Bewertung:

Bewertung: 7 / 10 Punkten


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bumm
2014-12-13

das ding fällt für mich in die Kategorie "guck mal wie stark". ich liebe bock Doppelbock und wie sie alle heißen nur ist das forte mit einem SO stark alkoholischen Geschmack unterwegs das man sich das nur holen sollte wenn man sich schnell einen antrinken will. sogar frisch aus dem Eisfach ist der Alkohol immer noch überdeutlich zu schmecken. immerhin bekommt es nicht die fiese "wein" note wie andere.


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