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Biertest - U Medvídků X 33

Bewertung: 9 / 10 Punkten

Brauerei:

Minipivovar U Medvídků / Praha (Tschechische Republik)


Herkunft:

Tschechien


Getestet am:

10.07.2007


Testobjekt:


Biersorte:


Alkoholgehalt:

12,60%vol.


Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe


Farbe:

fast schwarz


Schaumkrone:

keine


Geruch:

sehr süß


Geschmack:

süß, sauer, sehr malzig, intensiv, sehr langer Abgang


Sonstiges:

Vielen Dank an Bubbel's Eltern für die Besorgung!!!


Fazit:

Trinke es nicht alleine. Diese Warnung staht gleich zweimal auf dem Flaschenetikett, einmal auf englisch und auf tschechisch. Wenn das mal nichts heißen soll. Wir haben es heute Abend mit einem Spezialbier aus der Tschechischen Republik zu tun, dem Stärksten Bier aus diesen Land. Gebraut wird es im kleinsten Brauhaus der Hauptstadt Prag. Wir haben es hier also mit absoluten Ausnahmen zu tun. Und ich denke auch, dass es eines der stärksten Biere ist, die ich zu mir genommen habe. Schön sieht das Bier auch aus, wenn es denn im Glas eingeschenkt ist. Ein dunkelrot, leicht trübe und mit einer nicht vorhandenen Schaumkrone. Das ist aber auch absolut kein Wunder, ist hier doch eine Menge Malz verarbeitet worden. Und beim Einschenken sehe ich da noch eine weitere Besonderheit: Es wirkt auf mich eine Spur dickflüssiger als "normale" Biere. Wundern tut's mich nicht. Nun geht es aber los. Der erste Schluck wird probiert... Mannomann... Und was für ein Geschmack. Sehr süß, dabei gleichzeitig leicht säuerlich. Hammerhart. Dabei schmeckt man den Alkohol kein bisschen. Die Tiefe wird hervorgehoben, mehr nicht. Und auch hier habe ich das Gefühl, dass es eher wie ein Likör die Lippen umschmeichelt. Bei einem Alkoholgehalt, der manche Weine in den Schatten stellt, auch kein Wunder. Aber der Reihe nach. Man nimmt einen Schluck dieses nach Blumen, Glühwein und Malz riechende zu sich und hat eine Süße auf der Zunge, die man so auch nicht jeden Tag erlebt. Und sofort danach kommt eine zitronige Note durch. leicht säuerlich rundet es dieses sehr intensive Geschmackserlebnis ab. Und wieder meint man, dass die Zunge am Gaumen kleben bleiben möchte. Sehr harmonisch wird es danach. Dann tritt auch das erste mal der Hopfen zum Vorschein. Leicht, aber dennoch würzig kommt es als dritte Geschmacksnuance hinzu. Fehlt noch salzig, dieses fehlt hier aber zum Glück :-) Ab dem Mittelteil wird es dann aber ruhiger. Das ist aber auch gut so, denn so kommt man eher zur Ruhe nach dem eher ungewöhnlichen Auftritt. Apropos: Dieses Starkbier wird in großen, offenen Eichenfässern gelagert. Dadurch erhält es eine leichte hölzerne Note, die diesen Tschechen aber gut zu Gesicht steht. Das Ende wird durch den malzigen Abgang sehr lange herausgezögert, so dass man noch nach Minuten ein samtiges, süßliches Etwas auf der Zunge schmecken kann. Alles in allem ein außergewöhnliches Starkbier aus Prag, welches aber den letzten Kick vermissen lässt. So prescht es hauchdünn an den vollen 10 Punkten dran vorbei. Aber gut ist es allemal. Übrigens: Die Zahl 33 bedeutet, dass es 33°Plato hat.


Bewertung:

Bewertung: 9 / 10 Punkten


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