Biertest - Sternburg Export
Brauerei:
Leipziger Brauhaus zu Reudnitz / Leipzig
Herkunft:
Deutschland
Getestet am:
10.07.2010
Testobjekt:
0,5l-NRW-Flasche
Biersorte:
Export
Alkoholgehalt:
5,20%vol.
Zutaten:
Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt
Farbe:
goldgelb
Schaumkrone:
relativ viel
Geruch:
würzig
Geschmack:
malzig, leicht würzig, mittellanger Abgang
Sonstiges:
-
Fazit:
Bewertung 18.09.2001: Ein nettes Bier! 7 von 10 Punkten.
Bewertung 10.07.2010: Ich glaube, dass war der kürzeste Biertest, den ich bisher gemacht habe. Ganze drei Worte habe ich am 18.09.2001 über das heutige Testbier, das "Sternburg Export", geschrieben. OK, ich muss auch dazu sagen, dass das damals erst der 33. Biertest war. Umso ausführlicher möchte ich heute werden... Die Sternburg-Biere sind alle im unteren Preisbereich angesiedelt, also handelt es sich um ein klassisches Billigbier. Dieses Export hat einen Alkoholgehalt von 5,2%vol. und eingeschenkt macht es eine sehr gute Figur: ein goldgelb und darüber eine feste Schaumkrone. Der Geruch ist tendenziell würzig, nur habe ich schon einen leicht malzig und gleichzeitig billig riechenden Ton erkennen können. Hoffentlich schmeckt es besser. Der erste Schluck ist zumindest ganz ok. Man merkt aber auch, dass hier nicht zwingend Wert darauf gelegt wird, einen eigenständigen Geschmack zu kreieren. Man kann dieses Leipziger Bier trinken, ohne sich zu schütteln, aber Außergewöhnlich geht anders. Das Malz ist hier ganz klar im Vordergrund. Zumindest beim Antrunk. Dann nämlich kommt der Hopfen durch, der dieses Bier erst würzig, dann auch leicht bitter erscheinen lässt. Die 5,2%vol. schmeckt man zum Glück nicht direkt, das Volumen ist aber absolut in Ordnung. Auf dem Etikett steht "süffig-würzig", wobei ich letzteres bestätigen kann. Süffig geht für mich ein bisschen anders. Nichtsdestotrotz kann man das "Sternburg Export" gut trinken, und wenn man den niedrigen Preis im Hinterkopf hat, kann man dieses Bier ruhig noch öfter kaufen. Trotzdem würde ich ein Oettinger Export bevorzugen, dieses hat eigenständigere Komponenten inne. Alles in allem bekommt dieses Sternburg 6 von 10 Punkten.
Bewertung:

Akula
2010-12-04
Es sei der direkte Geschmackstest zwischen Sternburger und Oettinger empfohlen, denn nur dann schmeckt man auch die Pilsqualität des Sternburgers im Vergleich zum Oettinger heraus. Letzteres ist bei meinem Geschmack mit das schlechteste Pils dieses Landes. Wäh! :D
In Berlin, Brandenburg und Meck.Pom, wie Sachsen sehr beliebt, obwohl seiner Preislage immer wieder verpönt. Aber es ist eben eine "Punkerbrause". Dabei ist das Sternburger wirklich phänomenal süffig. Allerdings muss man auch zugeben, die Qualität schwankt erheblich. Einige haben eine süßliche Note, andere wiederum eine sehr abgestandene Note. Ich bezeichne dies immer in Anlehnung an den Wein als guter oder schlechter Jahrgang. Es bleibt jedoch süffig, was gefährlich werden kann.
Im übrigen ist das Sternburger einer der wenigen Pilse, die man über Nacht stehen lassen kann und noch immer gut schmecken. Dafür darf es sich aber wenig bewegen, sonst wird es zu sehr schal. Ist man auf dem Wege und schüttelt es dabei 15min, so ist der Geschmack dahin. Eine Erklärung für dieses amüsante Phänomen habe ich nicht.


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