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Biertest - Pschenytschne Weissbier Etalon

Bewertung: 10 / 10 Punkten

Brauerei:

Rodomyshlskij Pivovarennyj Zavod / Radomyschl


Herkunft:

Ukraine


Getestet am:

05.12.2005


Testobjekt:

0,5l-Flasche


Biersorte:

Helles Hefeweizen


Alkoholgehalt:

5,00%vol.


Zutaten:

Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, obergärige Hefe


Farbe:

trübes goldgelb


Schaumkrone:

durchschnittlich


Geruch:

hefig


Geschmack:

hefig, trocken, malzig, langer Abgang


Sonstiges:

-


Fazit:

Endlich komme ich mal dazu, dieses weltbekannte Bier zu probieren. Nun gut, in Fachkreisen ist es vielleicht bekannter als beim "gemeinen" Biertrinker. Aber: Dieses Bier hat es tatsächlich geschafft, 2004 beim "World Beer Cup" in San Diego den 1. Platz im Weißbiersektor zu gewinnen. Und im gleichen Jahr gab es noch mal eine Goldmedaille in London beim "Brewing Industry International Awards". Wirklich unglaublich. Und das als ukrainisches Bier. Sagenhaft. Nun gut, der Braumeister ist ein Deutscher, aber das nur am Rande :-) Wollen wir diesen Winner doch mal probieren. Im Glas sieht alles gut aus. Viel Schaum, der unglaublich lange hält. Der Geruch ist schon mal sehr hefig. Nun kommt er aber, der erste Schluck: Lecker. Sehr hefig, sehr bananig. Halt so, wie ein gutes Weißbier schmecken muss. Der Antrunk ist wie gesagt sehr rund. Dann wird es aber für einen Moment etwas trockener, härter. Das ist der Punkt, wo der Hopfen durchkommt. Die Spritzigkeit ist fantastisch. Das Weizenmalz ist sehr gut heraus schmeckbar. Diese typisch deutsche Süße ist hier nicht anzutreffen. Höchstens im Abgang kommt sie dann langsam. Aber doch, dieses Bier kommt richtig gut. Auch wenn der Beginn eher weizenlastig ist, ist es dennoch ein grandioses Bier. Und wenn man dann noch einrechnet, dass es aus keinem Weißbierland kommt, kann man dem Braumeister nur gratulieren. Gut gemacht!!!!


Bewertung:

Bewertung: 10 / 10 Punkten


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Lothar Lerch
2015-09-25

Bei meinen vielen Besuchen in der Ukraine seit 1996 - teils privat, teils dienstlich - konnte ich beobachten, dass die Biere immer mehr und immer besser wurden. Anfangs war es ein glücklicher Zufall wenn man an ein gutes importiertes Bier geraten ist aber im Laufe der Zeit haben sich die Brauereien zunehmend an deutschen, österreichischen und tschechischen Vorbildern orientiert und gar nicht selten auch Braumeister aus diesen Ländern engagiert und viele Biere sind mittlerweile auch mit internationalen Standards gemessen richtig gut. Auch der Bierkonsum hat im Lande kräftig zugenommen, es gibt sogar schon richtig tolle kleinste Gasthausbrauereien. 2003 bin ich mit einer ukrainischen Bekannten durch Czernowitz spaziert und wir kamen an einer Kneipe vorbei, die draußen auf der schwarzen Tafel \"Bile Pivo\" (weisses Bier) ankündigte. Ich wäre fast schon vorbei gegangen, da hat mich meine Bekannte gefragt, was weißes Bier denn eigentlich ist. Ich versuchte ihr das kurz zu erklären und machte schließlich den Vorschlag, es einfach zu probieren. Wir bekamen je einen halben Liter genau dieses Bier vom Fass. Schon der Anblick und der Geruch ließ keine Zweifel offen - ein typisch bayrisches Weissbier. Meine Freundin war freudig überrascht und ich konnte ihr bestätigen, dass das ein wirklich authentisches und sogar in jeder Hinsicht sehr gutes Weissbier ist. Wir wussten natürlich noch nicht, dass diesem Bier bald danach absolute Weltklasse bestätigt wurde. Das einzige Problem ist dass dieses Bier nicht überall in der Ukraine leicht zu finden ist - aber für diesen Fall gibt es jede Menge andere gute Biere. Es sollte jemand auch mal Lvivske probieren, besonders die Sorte Porter.







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