Biertest - Krušovice Černé
Brauerei:
Královský Pivovar Krušovice / Krušovice
Herkunft:
Tschechien
Getestet am:
17.02.2009
Testobjekt:
0,5l-Flasche
Biersorte:
Schwarzbier
Alkoholgehalt:
3,80%vol.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hopfen
Farbe:
fast schwarz
Schaumkrone:
durchschnittlich
Geruch:
schokoladig
Geschmack:
schokoladig, frisch, rauchig, trocken, sehr langer Abgang
Sonstiges:
-
Fazit:
Bewertung 01.02.2004: Ja, was rieche ich denn hier? Ist das Schokolade? Zartbitter oder was??? Unglaublich, es schmeckt auch einen Moment lang so. Ach so, das ist ein Bier aus Böhmen. Wirklich Schmackofatz. Mannomann, das nenne ich mal Charakter. Aber ziemlich trocken. Und was für ein tolles Rauch-Aroma. Sehr, sehr lecker. Also dieses Bier ist ein Traum. Und was für einer!!! Dieses Bier muss man mal getrunken haben. Super!!! 10 von 10 Punkten.
Bewertung 17.02.2009: Ein tschechisches Schwarzbier, das "Krušovice Černé" mit dem fast schon harmlos anmutenden Alkoholgehalt von 3,8%vol. wird heute Abend zum ersten Mal nach 2004 wieder getestet. So ist das hier. Es müssen fünf Jahre vergehen, bis sich ein Bierchen ein weiteres Mal um die zehn Punkte bewerben darf. In diesem Fall wird es fast noch schwieriger. Denn zehn Punkte zu halten, ist nicht wirklich einfach. Nun gut, schauen wir uns dieses schwarze Schankbier an. Dunkelrot und eine tolle, cremige Schaumkrone begrüßen mich. Fein süßlich, mit einer Karamellmalznote versehen, erfreut es meine Nase. Ein knackiger Antrunk nach einer ordentlichen Portion Kakao und Kaffee. Lecker. Die geringe Kohlensäure, die diesem Bier dadurch noch mehr eine samtene Eigenschaft verleiht, und das weiche Brauwasser: eine perfekte Liaison. Eine Spur mehr Alkohol würde diesem Bier aber das Sahnehäubchen aufsetzen. So wirkt es im Antrunk eine Spur zu dünn. Aber sofort danach wendet sich das Blatt und das Röstmalz schlägt durch. Der Schaum verfügt leider über eine Spur zuviel Metall, dieser Eindruck verschwindet aber wieder schnell. Ab der Mitte wird das schokoladige Aroma vom gut würzigen Hopfen abgelöst. Immer trockener wird es, der Abgang erscheint ellenlang. Wirklich lecker dieses tschechische Schwarzbier. Da verwundert es mich nicht, dass die deutsche Radeberger-Gruppe seinerzeit diese Brauerei aufgekauft hat. Alles in allem ein wirklich gutes Bier, nur gebe ich dieses Mal "nur" 9 Punkte. Es fehlt mir ein kleines bisschen die Tiefe, die durch einen Spritzer mehr Alkohol noch ausgefeilter wäre. 9 von 10 Punkten.
Bewertung:

Peter aus
2011-05-13
Oh, oh, oh, Downloader hat richtig geladen! Da ich das Krusovice in letzter Zeit nur noch in Prag selbst getrunken habe, und das mit Schwung aus dem Fass, sind mir die tiefgreifenden Eigentümeränderungen nicht aufgefallen!
Da hat der olle Oetker versagt.
Am Rande: das Kozel gibt es in den Tschechischen Speisewagen und - besonders empfehlenswert - in einer Gaststätte gegenüber dem Außenministerium, ehemals Vaclav Havels Stammkneipe, in Prag: ich glaube zum Löwen!
Downloader
2011-05-10
Ich bin zwar weit davon entfernt rechthaberisch zu sein aber Oetker hat inzwischen (2008) Krusovice an Heineken verkauft.
Wer´s nicht glaubt: Einfach Flasche umdrehen, da steht´s:
Heinecken, Ceská republika, a.s., U Pivovaru 1, 270 53 Krusovice.
Wohl gemerkt: Auf in Deutschland gekaufte Flaschen.
Im Einen hat Peter aber recht: Kozel ist genau so gut.
Downloader
2011-05-10
Noch ein Link der den Verkauf an Heineken dokumentiert:
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/heineken-kauft-tschechische-brauerei-krusovice/2822648.html
Eins noch: Staropramen dark ist zwar "gepanscht", schmeckt mir aber trotzdem gut.
Peter aus HH
2011-04-13
Das Krusovice schmeckt in der Tat trotz des fehlenden Prozentchen recht voluminös und passt gut zu deftiger böhmischer Küche! Das ähnlich schmeckende "Kozel" scheint mir allerdings noch einen kleinen Tick besser zu sein und hat 10 Punkte verdient! Beide Marken sind leider im Besitz großer Konzerne, wobei der Downloader falsch geloadet hat. Der Oetkerkonzern (Radeberger usw.) hat sich die Brauerei geschnappt und sie vor dem Zugriff von Heineken gerettet.
Zu Heineken ist aber zu sagen, dass Staropramen (Prag) dem Konzern angehört und darum fast überall, wo das Becks zu finden ist angeboten wird. Kurioserweise hält Heineken hier sich überhaupt nicht ans deutsche Reinheitsgebot und wird darum den "Downloader" enttäuschen!
Ahoj
Downloader
2011-04-12
Seit 2008 wird wieder nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut, ohne chemische Zusätze. Dem jetzigen Eigentümer, Heineken, sei dank!
Meine Wertung: 11 Punkte! ;-)
m00n
2010-02-07
Ein Bier chemisch schönen ist natürlich nicht der beste Weg. Durch "reine" Braukunst wäre der Geschmack nochmal aufgewerteter. Allerdings schmeckt das Bier trotzdem sehr gut, für 3,8% sehr tief und Aromenreich.
Zwar kann ich Armin verstehen, doch wer von Verrat am Reinheitsgebot spricht, sollte sich mal mit diesem auseinandersetzen. Das ganze ist eigentlich nur noch ein Marketinggag, mehr nicht.
Stephan
2005-11-05
Mmhhhh. Das ist ja mal was ganz leckeres. Schmeckt super schokoladig, rauchig. Geht runter wie nichts. 9 von 10 Punkten
Bademaister
2005-03-03
Ey.....is doch egal was da für Zusätze drinnen sind..... Guck dir ma deinen Aufstrich fürs morgendliche Brot an....sterben müssen wa alle ma.... Das Bier schmeckt jedenfalls absolut hamma.... nur bissl teuer... aber hat ja auch nen weiten weg MfG Ich
Armin
2005-01-30
Hallo, es zeugt nicht gerade von großem Sach- oder Bierverstand, wenn man ein Schwarzbier wie Krusovice, das ein Ersatzsüßstoff E950 beinhaltet, Höchstnoten gibt. Dass mit diesem Chemiezusatz ein milder, schokoladiger, samtiger Geschmack erzielen lässt ist Augenwischerei und Verrat am Reinheitsgebot. Armin


Krušovice Imperial

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Starobrno Tschechien Brauerei Krušovice Medium 4,7%
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