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Biertest - Krombacher Weizen

Bewertung: 8 / 10 Punkten

Brauerei:

Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG / Kreuztal-Krombach


Herkunft:

Deutschland


Getestet am:

05.04.2018


Testobjekt:

0,5l-Longneck-Flasche


Biersorte:

Helles Hefeweizen


Alkoholgehalt:

5,30%vol.


Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt, Hefe


Farbe:

trübes bernstein


Schaumkrone:

sehr viel


Geruch:

nach Weizenmalz


Geschmack:

malzig, nach Weizen, leicht würzig, langer Abgang


Sonstiges:

-


Fazit:

Bewertung 10.04.2007: Eine kleine Revolution bahnt sich hier an.... Die alteingesessene Pilsbrauerei Krombacher bringt ein Obergäriges auf den Markt. Wer hätte das gedacht. Als ich vor ca. einem halben Jahr davon gelesen habe, war ich schon auf dieses Bierchen gespannt. Und sollte sich dann nämlich feststellen lassen, dass dieses Bier vom Kunden angenommen wird, dürfen wir uns in Zukunft auf eine Menge neuer Weißbiere freuen dürfen. Beck's Gold hat damit angefangen, und wie viele Goldbiere kamen dann auf den Markt. Nun ja, vor mir steht also dieses Siegerländer und im Glas macht es eine gute Figur: Unfiltriert und mit einer guten Portion Schaum. Und riechen tut es auch ganz anständig nach Hefe und Weizenmalz. Jetzt aber kommt er, worauf ich lange gewartet habe, der erste Schluck. Nun ja, was soll ich sagen...? Es geht so...! Zu Beginn hat man die volle Spritzigkeit im Mund. Eine Menge Kohlensäure wurde hier in die Flasche gedrückt bzw. ist durch die Hefe entstanden. Nach dem Prickeln kommt dann das Weizenmalz durch. Etwas trockener als ich es mir gewünscht habe. Leider ist es nicht ganz so fruchtig wie andere namhafte Weißbiere. Hefig ist es schon und das kommt dann auch ganz gut, zumal man schon eine schmeckbare Bananen-Note am Gaumen hat. Aber so richtig überzeugt es mich nicht. Mir kommt es so vor, als ob man auf Krampf versucht, hipp und spritzig zu wirken. Das ist der Krombacher Brauerei zumindest beim zweiten Adjektiv gelungen. Schlecht ist es nicht, nur fehlt mir halt die Verspieltheit eines grandiosen Weißbieres. Man schmeckt es schon heraus, dass es sich hier bisher um eine reine Pilsbrauerei handelte, denn der Grundtenor dieses Weißbieres ist Trockenheit. Man bekommt den Hopfen zu spüren, das Malz ist zwar auch vorhanden, doch wirkt es unterrepräsentiert. Erst ab der Hälfte kommt ein harmonisches Hefegefühl auf. Insgesamt kein schlechtes Bier, nur fehlt es mir an Liebe zum Detail. Für Krombacher nicht schlecht. Summa summarum oberes Drittel. 7 von 10 Punkten.

Bewertung 04.04.2013:
Das wird ein interessanter Test werden. Beim letzten Mal, vor fast auf den Tag genau vor sechs Jahren, habe ich das "Krombacher Weizen" kurz nach der Markteinführung getrunken und es hat gute sieben Punkte erhalten. Die Weißbier-Schwemme ist zwar ausgeblieben, dennoch hat sich das Obergärige aus dem Siegerland etabliert und vielleicht wurde es ja auch etwas angepasst. Das werde ich aber gleich erschmecken. Also, los geht es... Eingeschenkt sieht es super aus: ein helleres Bernstein ist zu sehen, hefetrüb und mit einer festen Schaumkrone versehen. Der Geruch lässt eine Menge Weizenmalz erwarten, was dann nach dem ersten Schluck wieder relativiert werden muss, denn dann ist die Banane dominant. Und genau diese hat mir beim letzten Mal gefehlt. Sehr schön :-) Dazu passt die ausgeprägte Spritzigkeit, die dieses Bier wirklich erfrischend erscheinen lässt. Ideal für den Sommer. Wenn er denn mal kommt. Nach ein paar weiteren Schlücken nimmt die Fruchtigkeit aber etwas ab und die trockene Note des Weizenmalz stößt durch. Aber das alles wirkt sehr ausgegoren und rund. Zur Mitte hin wird das Krombacher etwas brotiger, was aber auch sehr gut passt und dieses Obergäriger eine Spur süffiger erscheinen lässt. Der lange Abgang ist ebenfalls gelungen, es sind keine Fehler feststellbar. Alles in allem ein leckeres Weißbier aus Krombach. Und besser als beim letzten Mal. 8 von 10 Punkten.

Bewertung 05.04.2018:
Was für ein Zufall ist das denn? Gestern vor fünf Jahren habe ich das "Krombacher Weizen" zum letzten Mal getestet. Und die Wartezeit von fünf Jahren wurde ja jetzt komplett eingehalten. Na, dann wollen wir dieses Bier aus dem Siegerland ein weiteren Mal testen. Das Etikett hat sich nicht verändert, aber sehr wohl die Flasche. Mittlerweile werden die Biere der Krombacher-Brauerei in 0,5l-Relief-Flaschen abgefüllt. Edel sieht es aus. Aber doof für die Getränkehändler... Aber das ist ein anderes Thema. Das Bier sieht eingeschenkt richtig gut aus: Ein trübes Bernstein und eine sehr üppige, cremige Schaumkrone machen Appetit auf den ersten Schluck. Auch der leichte Weizenmalz-Geruch trägt dazu bei. In den ersten Sekunden ist da eine leckere Weizenmalznote, die nicht übertrieben schmeckt, aber zusammen mit der spritzigen Kohlensäure für einen leckeren Beginn sorgen. Ja, das passt. Der nächste Schluck bietet dann auch etwas Banane und eine sehr subtile Nelke. Und einen sehr langen, hefigen Abgang. Das Bier ist sehr gut. Auch weil weder die Süße noch das Weizenmalz dominiert. Ein erfrischendes, süffiges Obergäriges aus Krombach... 8 von 10 Punkten.


Bewertung:

Bewertung: 8 / 10 Punkten


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Meinungen Schreibe uns deine Meinung zu diesem Bier.

Lars
2011-06-12

Ich kann mich Roger aus Dortmund nur anschließen:

Ich war gespannt auf das Krombacher Weizen, da das Pils der Brauerei ganz gut trinkbar ist und ich ab und zu auch mal gern ein Weizen trinke.
Aber ist es denn nun ein Weizen ?
Es riecht wie eins, es sieht aus wie ein, aber...
...Geschmacklich nicht schlecht, aber nicht ganz klar einem Weizenbier zuzuordnen, eher eine Mischung aus Pils und Weizen.

Ob ich das nun gut oder schlecht finde !?
Wenn ich ein gutes Pils möchte, dann nehme ich ein KöPi oder ein Jever, gelegentlich auch ein Bit.
Möchte ich ein richtiges Weizen trinken, dann wird ein Franziskaner "einverleibt" (wie der Mönch es so schön demonstriert).
Und falls ich mich dazwischen nicht entscheiden kann, dann ist das Krombacher wohl die richtige Wahl !


michael
2010-09-13

Ich hab mich auch mal an dieses Bier getraut und muss sagen es sieht gut im Glas aus und riecht ordentlich nach Hefe , bin eigentlich Pilstrinker auch selbiges gleicher Marke find ich gut, trinke aber auch gerne mal ein Weißbier und muss sagen es ist wirklich lecker was man wirklich nicht von jedem TV-Bier behaupten kann also für mich kann es gut mit dem Erdinger mithalten.


Thorsten
2007-06-06

Dass ein leckeres Weizenbier nicht zwangsläufig aus Bayern oder Franken kommen muss, beweist die Krombacher Brauerei.  Ins Weizengierglas eingeschenkt sieht es richtig klasse aus, ein trübes orange strahlt einen förmlich an. Riechen tut es angenehm hefig. Der Geschmack ist leicht süßlich, malzig und richtig spritzig. Alles in allem ein Weizen das durchaus mit seinen Brüdern und Schwestern aus dem Süden mithalten kann. 


Stefan
2007-05-28

...soeben probiert - der Geschmack wird hier wirklich treffend beschrieben! Man kann's ganz gut trinken, aber so ein richtig erstklassiges Weizen ist das nicht. "Weizenbiere" wurden übrigens bei uns in Westfalen schon im 15. Jahrhundert gebraut - damals wohl wie Weißbrot ein Luxuslebensmittel für die "besseren" Herrschaften. Dass wir auch heute noch leckeres Weizen brauen können, beweisen die Brauereien Pinkus und Potts.  


Roger aus Dortmund
2007-04-19

Krombacher Weizen, offensichtlich scheint diese obergärige Brauart im Vormarsch zu sein. Mein Bierhändler bot das Bier in drei Versionen feil, als 20 er Kiste, als 5 er Probierpack oder als Elfer Kiste. Ich habe mich für die mittlere Größe entschieden, schließlich sollte man ein Bier erstmal eintrinken... Pilstechnisch sind die Krombacher ja eine große Marke, ob das mit dem Weizen auch gelingen wird, bleibt abzuwarten. Der Antrunk ist recht prägnant, das Bier ist schon sehr hefig und Kohlensäurehaltig. Andererseits fehlt mir aber der Fruchtkörper, vermisst wird nämlich die verspielte Leichtigkeit mach süddeutscher Produkte. Letztendlich warte ich auf ein harmonisch rundes Trinkerlebnis, es stellt sich nicht ein, stattdessen bleibt eine stets erkennbare Malznote verbunden mit einer pilslastigen Herbheit. Das schmeckt nicht schlecht, aber eigentlich nicht nach Weizen, sondern mehr nach einer Kreuzung aus Weizen und Pilzbier eine ober- untergärige Melange sozusagen. Ohne jetzt ketzerisch zu sein, aber so könnte auch ein Maßkrug schmecken. der mit einem guten Pilsbier und einer Flasche passablen Weizenbier gefüllt und gemischt wird. So wirft sich bei mir die Frage auf, ob es sich bei diesem Hybridbier um ein pilsiges Weizenbier handelt oder doch eher um ein weiziges Pilsbier ? Eine gewisse Ähnlichkeit zum unfiltrierten Kellerbier ist auch nicht von der Hand zuweisen... bei aller Ratlosigkeit - Westfalia meets Bavaria - bleibt für mich der subjektive Eindruck ein tatsächlich "neues wasauchimmer Bier" getrunken zu haben. 7 von 10 Punkten hat das "Weizen" von Krombacher verdient.  


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