Biertest - Huppendorfer Vollbier
Brauerei:
Brauerei, Brennerei und Gasthaus Grasser / Königsfeld
Herkunft:
Deutschland
Getestet am:
28.01.2011
Testobjekt:
0,5l-Euro-Flasche
Biersorte:
Helles
Alkoholgehalt:
5,00%vol.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen
Farbe:
helleres bernstein
Schaumkrone:
durchschnittlich
Geruch:
ganz leicht malzig
Geschmack:
malzig, kernig, wenig Kohlensäure, langer Abgang
Sonstiges:
-
Fazit:
Bewertung 16.10.2005: Da fährt man von Düsseldorf nach Franken und besucht natürlich auch die Weltstadt "Huppendorf". In freudiger Erwartung, dort ein leckeres, frisch gezapftes Vollbier aus dortiger Brauerei zu verköstigen, wird man doch tatsächlich jäh enttäuscht. Betriebsurlaub steht dort geschrieben... Tztztz. Zum Glück lief da ein Brauereimitarbeiter fröhlich pfeifend den Weg lang, so dass wir dann doch noch an den Stoff aus Huppendorf herangekommen sind. Wenigstens in der Flasche. So, und nun steht diese vor mir und möchte getestet werden. Ein sattes bernstein lugt mich an. Aber nicht nur das fällt auf. Auch der Geschmack ist gut. Sehr malzig, weich und rund. Das butterweiche Brauwasser ist schon wieder unschlagbar. Es rutsch regelrecht die Kehle herunter. Den Hopfen bekommt man nur zum Ende hin mit, das Malz ist tonangebend und die Süffigkeit lässt das Verlangen aufkommen, ein weiteres Vollbier trinken zu wollen. Nicht schlecht. Leider ist der Eigengeschmack dieses Gebräus nicht allzu sehr ausgeprägt. Trotzdem sehr lecker. 8 von 10 Punkten.
Bewertung 28.01.2011: Während meines letzten Aufenthaltes in Franken habe ich natürlich ach die dortigen Supermärkte aufgesucht und dabei das vor mir stehende Helle "Huppendorfer Vollbier" vereinnahmt. Immerhin sind die fünf Jahre Wartefrist vorrüber, es darf also wieder getestet werden. Im Oktober 2005 hat es sehr gute 8 Punkte, erhalten. Mal gucken, was heute dabei herumkommt... Eingeschenkt erfreut mich dieses hellere Bernstein. Und der Schaum steht fest. Dafür riecht es wirklich nur sehr, sehr dezent. Toll ist aber der erste Schluck... Total süffig und ungemein urig. Auffallend wenig Kohlensäure ist hier anzutreffen, was aber bei einem fränkischen Bier nicht ungewöhmlich ist. Das weiche Wasser ist ein Hochgenuss. Die zuerst subtile, dann aber stärker werdende Süße ist sehr gut, wirkt nachher aber ganz leicht penetrant. Aber wir kritisieren hier auf höchstem Niveau. Der Hopfen und seine Würzigkeit sind ziemlich weit in den Hintergrund gedrängt worden, das Gerstenmalz ist absolut tonangebend. Für mich ist dieses Huppendorfer aus Oberfranken ist sehr leckeres Bier, wobei ich mir etwas mehr Kohlensäure gewünscht hätte. Deshalb kann ich die acht Punkte vom letzten Test bestätigen. Also: 8 von 10 Punkten.
Bewertung:

Peter aus HH
2011-10-12
Erst ein aufmerksamer Tankwart in einem Oberfränkischen Städtchen, welchen ich beim Zahlen in ein Gespräch über die dortige Bierlandschaft verwickeln konnte, machte mich auf das Huppendorfer Volllier aufmerksam und veranlasste mich zum Kauf! Zu der Beurteilung vom 28.01. ist nicht viel hinzuzufügen, außer, dass bei fränkischen Vollbieren der Schaum grundsätzlich nicht besonders ausgeprägt ist ( wie in Tschechien übrigens auch nicht)!Das Tollste aber ist, dass man dieses Bierchen noch nach Minuten angenehm in der Mundhöhle spürt - Biergeschmack in Reinkultur.
Ich bedauere, keinen Kasten mit nach Hause genommen zu Haben!!


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