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Biertest - Faxe 10%

Bewertung: 5 / 10 Punkten

Brauerei:

Royal Unibrew A/S / Fakse (Dänemark)


Herkunft:

Dänemark


Getestet am:

30.09.2008


Testobjekt:

0,5l-Dose


Biersorte:

Starkbier


Alkoholgehalt:

10,00%vol.


Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Glukosesirup, Mais, Hopfen


Farbe:

goldgelb


Schaumkrone:

durchschnittlich


Geruch:

leicht süßlich


Geschmack:

malzig, stark, süßlich, bitter, langer Abgang


Sonstiges:

-


Fazit:

Oh man, das wird ja ein toller Test... Aus dem schönen Dänemark habe ich ein Liter-Döschen stehen. Das ist schon heftig, aber wenn ich mir den Alkoholgehalt anschaue, wird mir ganz anders... Glatte 10(!) % Alkohol ist in dieser Dose. Das ist heftig. Da kann man auch eine Flasche Wein trinken... Aber ich habe ja viel Zeit. Schnell kann man dieses goldgelbe Bier auf keinen Fall trinken. Aber öffnen wir diesen Wikinger erst einmal und schenken es ein. Goldgelb und mit einer durchschnittlichen Schaumkrone, macht es zumindest optisch alles richtig. Die Zutatenliste finde ich dann nicht so dolle, denn Zucker und Mais gehören normalerweise nicht in Biere, die Dänen mögen es dann wohl. Aber nun, Trommelwirbel, der erste Schluck: Heftig!!! Ein trockener und starker Antrunk. Meine Herren. Satt malzig ist es, den Alkohol schmeckt man schon nach kürzester Zeit direkt und erinnert an den Abgang eines Schnaps'. Dieser Biertest ist definitiv einer der Härtesten in meiner Laufbahn. Aber wollen wir mal keine Schwäche demonstrieren. Also, Zähne zusammenbeißen und den nächsten Schluck genommen. Süffig ist es, den Mais kann man ganz dezent erahnen. Dieser kurze süßliche Geschmack wird abrupt durch den knallharten Hopfen getilgt. Man schmeckt den dänischen Wikinger. Männlich, markant, hopfig herb. Ja, liebe Damen, dieses Bierchen ist nun mal nichts für euch. Ich denke, der "richtige" Mann ernährt sich von Burger King und diesem Bier. Alles andere ist Ponyreiten. Dieses Faxe knallt aber ordentlichst. Ab der Mitte wird es wirklich staubtrocken, die Bittere nimmt zu und der Alkohol ballert immer mehr. Dabei habe ich erst einen Viertelliter weg. Das kann ja was geben. Ich bekomme Angst. Wann hatte ich das letzte Mal Angst vor einem Bier? Im Kindergarten? Diese subtile Süße des Malzes verführt einen immer wieder. Doch dann, bamm, kommt die Bittere. Und diese lässt einen nicht mehr los. Wenn dies ein Pilsbier wäre, würde es alles richtig machen. Doch für ein Starkbier ist es ungewöhnlich. Da haben die Braumeister einen echten Kracher gebraut. Ich weiß nicht, ob es so ein Bier seit der Brauereigründung 1901 schon mal gab...?!?! Zum Ende hin schmeckt dieses "Extra Strong Beer" immer herber, trockener, bitterer. Und man wünscht sich den nächsten, süßen Geschmack zurück. Mittlerweile wird es auch für mich schwierig, eine objektive Meinung zu haben. Also, noch mal konzentriert... Nun ja, es ist schwierig, ein Bier mit 10%vol. zu brauen, welches auch noch tadellos schmeckt. OK, die Belgier können das. Dieses hier, das "Faxe 10%" will auf Krampf voll machen. Das schafft es auch, nur wie?!?! Meiner Meinung nach ist es ok, aber kein Highlight. Der Alkohol ist einfach zu präsent, man hat das Gefühl, man will den Biertrinker mit diesem Bier einfach nur Knülle machen. Nun gut, es mag die Zielgruppe geben, die sich auf der Tanke eine Dose "Faxe 10%" für 3,49€, holen und nach dem Genuss ins Partyleben stürzen. Der geneigte Biertrinker muss dieses dänischen Wikinger nicht trinken. Probieren sollte man es aber, aber bitte nicht alleine. :-)


Bewertung:

Bewertung: 5 / 10 Punkten


Meinungen Schreibe uns deine Meinung zu diesem Bier.

Hartmut
2012-02-06

Dieses Bier ist wahrlich nicht für Biergenießer gedacht. Die Zielgruppe ist wohl eher bei den Taschengeldempfängern zu finden, die eine günstige Seelenwäsche suchen. Die älteren Verbraucher gehören zu der Gruppe der Pilstrinker, die das Abenteuer suchen.







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