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Biertest - Faust Holzfassgereifter Eisbock 2015

Bewertung: 10 / 10 Punkten

Brauerei:

Brauhaus Faust OHG / Miltenberg


Herkunft:

Deutschland


Getestet am:

05.11.2017


Testobjekt:

0,75l-Bügel-Flasche


Biersorte:

Doppelbock


Alkoholgehalt:

12,10%vol.


Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe


Farbe:

trübes dunkelrot


Schaumkrone:

wenig


Geruch:

süßlich-fruchtig


Geschmack:

stark, fruchtig, malzig, intensiv, langer Abgang


Sonstiges:

-


Fazit:

In einem hessischen Getränkeladen habe ich vor ein paar Tagen unter anderem dieses Bierschätzchen eingekauft. Das "Faust Holzfassgereifter Eisbock 2015" ist ein Bier der ganz besonderen Art. Nicht nur, dass es preislich ganz weit oben angesiedelt ist (16,90€), sondern auch der Alkoholgehalt von 12,1%vol. und die Herstellung sind schon etwas Besonderes. Nach der Gärung wird das Bier tatsächlich gefroren, um es quasi "einzudicken". Danach wird es für mehrere Monate in Holzfässern gelagert. Das soll dem Bier einen sehr cremigen und vollmundigen Geschmack verleihen. Das hört sich doch spannend an. Ich möchte einmal das Brauhaus Faust, den Hersteller dieses Bieres zitieren. Es geht um die Geschichte des Eisbock: "Ungefähr im Jahre 1890 hatte ein fränkischer Brauergeselle abends keine rechte Lust mehr, die Bockbierfässer vom Hof in den Keller zu rollen. Die klare Winternacht ließ das Bier zu Eis erstarren. Der wütende Braumeister befahl dem Gesellen, die braune Flüssigkeit in der Mitte der Eisblöcke zur Strafe zu trinken. Doch von Strafe konnte keine Rede sein – denn das Bier im Inneren des Eises war ein malzig-süßes Gebräu.". So, jetzt bin ich sehr gespannt, wie dieses Starkbier schmecken wird. Das Dunkelrot ist sehr stumpf, der Schaum ist gering ausgebaut, was bei dem Alkoholgehalt auch kein Wunder ist. Wenn ich die Nase ranhalte, kommt ein intensiver, fruchtig-süßer Geruch durch. Da kann man das Volumen und den satten Körper regelrecht riechen... Der erste Schluck ist dann der Hammer. Sehr weich und bekömmlich ist das Bier, nahezu milchig fließt es über die Zunge. Das liegt an der gering ausgebauten Kohlensäure. Sehr viele Fruchtaromen sind vorhanden. Ich schmecke Kirschen, viel Dörrobst und weitere rote Früchte. Das alles aber mit ordentlich Wumms. Mannomann, der Alkohol ist definitiv zu schmecken. Nach diesem feinen Früchten geht es weiter. Noten von Mon Chéri kommen durch. Zartbitterschokolade ist vorhanden. Auch die Nase kann nun diese Brandy-Aromen wahrnehmen. Ja, die Holzfasslagerung macht schon einiges her. Vor allem die Aromen, die sehr lang und breit auf der Zunge vorhanden sind, sind klasse. Ein nächster Schluck und das Spiel fängt von Neuem an. Waldhonig ist zu schmecken, extrem viel Karamell, was sich auch in der Süße widerspiegelt. Toll ist auch der extrem lange Abgang. Noch nach Minuten kann man so ziemlich alle Aromen noch wahrnehmen. Toll! Gerade, wenn es wärmer wird. Ich denke, die ideale Trinktemperatur liegt bei 14 Grad. Es darf auf keinen Fall zu kalt sein, denn dann verpasst man die Hälfte. Ein wirklich großes Bier. Hier wurde Liebe investiert, um dieses Bier zu kreieren. Aber trotzdem eine Warnung: Dieses Bier wird nicht jedem schmecken. Es ist einfach nichts für den "Pilsbier-Trinker". Die Liebhaber jedoch werden es lieben. Und deshalb bekommt es auch die volle Punktzahl! Toll!


Bewertung:

Bewertung: 10 / 10 Punkten


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