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Biertest - Duff Beer

Bewertung: 7 / 10 Punkten

Brauerei:

Eschweger Klosterbrauerei GmbH / Eschwege


Herkunft:

Deutschland


Getestet am:

17.11.2010


Testobjekt:

0,33l-Longneck-Flasche


Biersorte:

Lager


Alkoholgehalt:

4,90%vol.


Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt


Farbe:

goldgelb


Schaumkrone:

durchschnittlich


Geruch:

leicht hopfig


Geschmack:

malzig, süßlich, mild, langer Abgang


Sonstiges:

-


Fazit:

Wer kennt es nicht, das "Duff Beer" aus der erfolgreichsten TV-Zeichentrick-Serie "Die Simpsons"? Ende der 1990er Jahre liefen die ersten Folgen, mittlerweile sind es über 400 und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Und seit gefühlten Ewigkeiten trinkt Homer Simpson sein heiß geliebtes "Duff Beer", welches in der Serie für die absolut flache, durchschnittliche US-Bier steht. Daher auch der Name, der auf Deutsch so etwas wie "doof" aufdrückt. In den Staaten gibt es ein vom Produzenten genehmigten Energy-Drink namens Duff, ein Bier ist so nicht zu finden. Da haben sich die schlauen Marketing-Strategen der "Eschweger Klosterbrauerei" zusammengesetzt und ein Bier namens "Duff Beer" auf den Markt gebracht. Natürlich hat die US-Firma Fox prozessiert, aber verloren. So plant die kleine Brauerei die europaweite Vermarktung. Aber wie schmeckt nun Homer's Bier? Schenken wir es ein... Ein helleres Goldgelb, glasklar und mit einer durchschnittlichen Schaumkrone versehen, so steht es vor mir? Der Geruch ist fein süßlich, der Hopfen ist nur am Rande zu erahnen. Und geschmacklich? Ja, das kann man gut trinken... malzig, mild, leicht süßlich, relativ spritzig. Eigentlich nicht schlecht. Das Wasser ist gut, der Hopfen hält sich anständig zurück, es sind keine Fehler zu schmecken. Ziemlich rein und leicht schmeckt es, es sind keinerlei metallische Noten im Aroma. Das Duff schmeckt nach ein paar Schlücken dann aber eine Spur zu dünn. Die anfänglichen Aromen, die ein rundes, süffiges Bild abgegeben haben, verschwinden so nach und nach. Zurück bleibt das Gefühl, einen teuren Durstlöscher zu trinken, denn ein Sixpack mit 0,33l-Flaschen kostet gut und gerne um die vier Euro. Was nicht heißen soll, dass dieses Lager schlecht schmeckt. Nein, ganz und gar nicht, nur ist es wirklich wie ein amerikanisches TV-Bier: etwas zu dünn, eben massentauglich. Tatsächlich lässt sich das "echte" Duff gut und schnell trinken, aber kann es durch seine subtile Süße gefallen, aber der ganz große Wurf ist es nicht. Wundern tut mich das nicht, der Name ist halt Programm. Ich glaube aber trotzdem, dass die Eschweger Klosterbrauerei ihren Erfolg damit haben wird. Spätestens im europäischen Ausland kann es mit diesem Bier, gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot, Punkte sammeln. Alles in allem eine gute und freche Idee, geschmacklich aber nur besserer Durchschnitt. Vielleicht kratzt es auch am oberen Drittel.


Bewertung:

Bewertung: 7 / 10 Punkten


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