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Biertest - Diebels Alt

Bewertung: 6 / 10 Punkten

Brauerei:

Brauerei Diebels GmbH & Co. KG (Anheuser-Busch InBev) / Issum


Herkunft:

Deutschland


Getestet am:

08.08.2017


Testobjekt:

0,5l-Longneck-Flasche


Biersorte:

Altbier


Alkoholgehalt:

4,90%vol.


Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen


Farbe:

dunkelrot


Schaumkrone:

durchschnittlich


Geruch:

würzig


Geschmack:

malzig, würzig, leicht bitter, langer Abgang


Sonstiges:

Das 2002er-Testbier hatte 5,8%vol. Alkohol!


Fazit:

Bewertung 14.05.2002: Ein durchschnittliches Altbier, nicht weltbewegend, aber überall erhältlich !! Eben ein typisches "Fernseh-Bier" ! Aber eines der besseren... 7 von 10 Punkten.

Bewertung 26.12.2006:
Wer kennt es nicht, dieses Altbier aus Issum??? Vor 4,5 Jahren habe ich schon einmal die Ehre gehabt, dieses Bier zu testen, damals aber hatte dieses Obergärige nur 4,8%vol. gehabt. Also wieder ein Grund, das Diebels anzutesten. Zumal sich mittlerweile auch die Besitzverhältnisse geändert haben. Heute gehört die Brauerei zum belgischen InBev-Bierkonzern und nun möchte ich hoffen, dass es seinen eigenständigen Charakter bewahrt hat. Aber fangen wir mal an mit dem Einschenken. Im Glas sieht es gut aus. Ein leuchtendes rot, dazu eine überdurchschnittliche Schaumkrone. Geschmacklich ist es auch nicht schlecht. Etwas härter, dafür mit einem intensiven Röstmalzaroma. Nicht schlecht. Und vor allem ein echter Altbiergeschmack. Der Hopfen ist hier dominanter als bei anderen Vertretern dieses Typs, aber das zeichnet dieses Bier aus. Leider wirkt es ab dem Mittelteil billig und langweilig. Die leichte Bittere kommt durch und hält sich. Es fehlt etwas an der Süffigkeit. Dieses Aha-Erlebnis, was einen sagen lässt, dass man direkt das Nächste öffnen möchte, fehlt hier. Aber zusammen addiert kann man folgendes Statement abgeben: Im vorderen Drittel ein Spitzenalt, das mal richtig lecker ist, dann lässt es aber rapide nach. Deshalb nur besserer Durchschnitt, denn irgendwann schmeckt es nicht mehr. 7 von 10 Punkten.

Bewertung 08.02.2012:
Das gute alte "Diebels Alt" steht mal wieder vor mir. Lange Zeit das berühmteste Altbier Deutschland. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an die Werbekampagne "Ein schöner Tag".... Ja, das waren noch Zeiten. Aber irgendwie ist es ruhig um dieses Bier geworden. Das kann aber auch daran liegen, dass das Alt als solches im Moment nicht so nachgefragt wird. Zumindest nicht außerhalb Düsseldorfs und dem Niederrhein. Denn hier wächst der Markt zweistellig. Und es schießen Altbierbrauereien aus dem Boden. Warum? Weil ich denke, dass die Leute wieder verstärkt die kleinen, feinen Biere mögen. Und da passt so ein Diebels irgendwie nicht mehr rein. Aber vielleicht täusche ich mich auch und dieses Bier haut mich vom Hocker. Ob das so ist. wissen wir gleich... Das Aussehen ist doch schon mal voll in Ordnung. Ein leuchtendes Rot und eine durchschnittliche Schaumkrone. Der erste Schluck enttäuscht aber. Ein harter Antrunk, der vom billig schmeckenden Hopfen heruntergezogen wird. Zwar kann das Malz noch einiges retten, aber im Grunde genommen versaut dieser unrunde Beginn den Spaß am Diebels. Erst mit den nächsten Schlücken, die dann etwas harmonischer und süffiger schmecken, bekommt es gerade noch die Kurve. Aber es ist überhaupt kein Vergleich zu den Düsseldorfer Spitzenaltbiere a la Schumacher und Uerige. Die dort vorhandene Fruchtigkeit fehlt hier. Überhaupt vermisse ich die Harmonie und das besondere Etwas. Einzig die spritzige Kohlensäure sorgt für Lebendigkeit. Na ja, man kann dieses Alt vom Niederrhein trinken, dennoch ist es absolut kein Vorzeigebier. 6 von 10 Punkten.

Bewertung 08.08.2017:
Das erste Bier, was zum vierten Mal hier getestet wird. Wie das kommt? Alle fünf Jahre (oder wenn der Alkoholgehalt verändert wurde) darf das Bier erneut ran. Denn in der Regel passen die Brauereien die Rezepturen mit der Zeit an. Der Verbraucher mag es halt so. Da kann man geteilter Meinung zu sein, aber wie es sich entwickelt, sehr ihr ja hier. Das "Diebels Alt" steht nun also wieder vor mir. Am Etikett und der Zutatenliste hat sich erst mal nichts getan, geschmacklich ist da aber noch Luft nach oben. Eingeschenkt sieht es richtig gut aus. Dunkelrot ist es, der Schaum ist fest und gut ausgeprägt. Der Geruch bietet eine deutliche Würzigkeit, der Antrunk ist satt malzig. Und relativ würzig. Dabei aber nicht sonderlich hochwertig. Es wirkt sehr kantig. Das Bier hat es natürlich schwer gegen die Düsseldorfer Altbiere anzutreten, aber hier fehlt die Süffigkeit, das Besondere, die Liebe zum Bier. Der nächste Schluck lässt die Bittere relativieren, die feine Süße des dunklen Malzes kommt durch, die Röstaromen kommen deutlich zur Geltung. Dennoch möchte kein Spaß beim Trinken aufkeimen. Man könnte es auch für ein Billigbier halten. Gerade der Antrunk ist unrund. Im weiteren Verlauf wird es besser und auch dezent süffig. Der lange Abgang rundet das Bier ab. Wegen der ansprechenden Optik bekommt das Bier dann wieder die sechs Punkte. Sonst wäre es noch tiefer abgerutscht. Wenn man sich überlegt, dass das Diebels vor 25 Jahren DAS Altbier war... Nun ja... 6 von 10 Punkten.


Bewertung:

Bewertung: 6 / 10 Punkten


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holger
2015-10-17

Heute seit langer Zeit mal wieder ein Diebels .. Huch - Was ist das?! Da bekommen die Geschmacksknospen ja richtig was tun .. Ein kräftiger Antrunk, schön malzig und eine ordentliche Bitternote, die im Abgang deutlich die Oberhand behält. Für ein Produkt der Massenindustrie doch gar nicht mal schlecht. Und da meldet sich auch das Langzeit-Bier-Gedächtnis: War Diebels nicht schon immer so? Eigentlich schon .. Kräftig, geradeaus, schnörkellos. Und damit leider auch etwas facettenarm. Es fehlt der Wow!-Effekt. Den hatte ich letzte Woche bei einem Uerige von Fass. Aber das bekommt man halt nicht überall und schon gar nicht zu diesem Preis. Deswegen halte ich hier 7 bis 8 Punkte für ehrlich verdient.


Müller Jürgen
2015-09-10

Ich kann die Kritiken um Diebels Alt nicht Nachvollziehen, da testet einer alle paar ein Bier und gibt ein Urteil ab. Fragt doch mal die Stammkunden. Seit vielen Jahren eines der wenigen Biere die sich nicht verändert haben und immer noch weit vorne steht, wenn man nicht gerade in Düsseldorf wohnt und hier eine sehr gute Auswahl hat. Aber auch hier gibt es Gravierende Unterschiede. Das Uerige z.B. schmeckt mir garnicht, es bleibt mir im Hals stecken und ist für mich überhaupt nicht Süffig.


pepone
2015-06-27

Mit dem Altbier ist es so eine Sache. Bis Mitte der Neunziger wurde es am Niederrhein und zumindest im Westmünsterland gern und häufig getrunken. Marken wie Gatzweiler, Hannen und Diebels waren in jeder Gaststätte erhältlich. Mittlerweile ist das Alt außer Mode. In vielen Gaststätten, selbst am Niederrhein, ist es nicht oder nur aus Flaschen erhältlich. Es hat irgendwie einen schlechten Ruf bekommen. Schade, dass hier ein Stück Vielfalt verloren geht. Alle großen Altbiermarken fristen ein Schattendasein im Portfolio von großen Brauereikonzernen. Vieleicht nutzen diese aber auch das Potenzial, dass sich hinter diesen Bieren versteckt. Der Trend geht ja wieder hin zu ei er größeren Sorten, und Geschmackvielfallt. Der Marktführer Diebels schmeckt mir noch immer sehr gut. Es ist mein Standard-Bier. Ja, es ist nicht so würzig wie Frankenheim oder auch Gatz. Es ist auch nicht so herb-fruchtig wie ein Uerige. Aber es ist im Antrunk herb, und dann geht es über in eine malzige Süße. Ich finde es in keiner Weise langweilig oder belanglos. Es ist gerade im Vergleich zu den beiden erstgenannten abwechslungsreich im Geschmack.


Johnny
2013-12-12

Ich fand die Malznote echt gut aber sonst eher durchschnittlich.


Alex
2012-08-08

Wenns nichts anderes gibt..

Im Gegensatz zu anderen industriell produzierten Altbieren wie etwa Schlösser oder Frankenheim fehlt bei Diebels einfach der würzige Geschmack, der einem sagt: "Ja, gleich nehm ich noch eins!".

Einzig positiv: Gibt's fast überall. Als Altbierfetischist hat man es ausserhalb NRWs ja schwer, an sein Gut zu kommen. Dann genügt aber auch ein Diebels!


Andreas Roth
2011-01-01

Diebels Alt ist das einzige Bier, von dem ich sagen kann, lecker, süffig, geil, Vorsicht, Suchtgefahr...........!!!


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