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Biertest - Delirium Tremens

Bewertung: 7 / 10 Punkten

Brauerei:

Brouwerij Huyghe / Melle


Herkunft:

Belgien


Getestet am:

06.07.2020


Testobjekt:

0,33l-Vichy-Flasche


Biersorte:

Belgisches Starkbier


Alkoholgehalt:

8,50%vol.


Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe


Farbe:

goldgelb


Schaumkrone:

sehr viel


Geruch:

fruchtig, leicht säuerlich


Geschmack:

sehr spritzig, säuerlich, trocken, würzig, leicht krautig, langer Abgang


Sonstiges:

Das 2004er- und 2011er-Testbier hatte 9,0%vol. Alkohol


Fazit:

Bewertung 30.07.2004: Delirium Tremens... Hey, dass nenne ich mal einen netten Namen für ein Bier. Wahnsinn durch Alkohol. Mannomann. Der Marketing-Chef der Brauerei muss ja ein ganz großer sein. Nun gut, dieses Bier zielt eher auf den Biertouristen ab und auch meiner einer muss natürlich dieses legendäre Starkbier antesten. Nach dem Öffnen der sonderbaren, mit einem "Quasi-Stein"-Überzug versehenden, Flasche, schießt einem das Bier regelrecht um die Ohren. Ordentlich Druck hinter dem Kronkorken. Dieses bernsteinfarbene Bier kann dann aber nicht ganz so überzeugen. Man trinkt es, und ein leichter Alkoholgeschmack belegt den Gaumen. Leicht hefig, leicht würzig, aber irgendwie unrund und nicht so tiefgründig wie andere belgische Biere. Nach ein paar Sekunden Geschmacksexplosion im Rachen ist es dann aber auch wieder schnell vorbei mit dem Aroma. Dann kommt die Leere. Dieses Bierchen kann nicht so ganz überzeugen. Dafür fehlt das gewisse Etwas. Guter Durchschnitt würde ich sagen, auch wenn das Aussehen und der Name mehr vermuten lassen. Es gibt da weitaus besser Biere. 5 von 10 Punkten.

Bewertung 18.11.2011:
Wir sitzen in Brüssel im "Little Delirium", einem Ableger des weltberühmten Bierhauses, welches aber an diesem Abend überfüllt war. Durch Zufall haben wir diese Dependance gefunden. Ich teste zum zweiten Mal das "Delirium Tremens" aus der Brauerei Huyghe, dieses Mal aber vom Fass. es wurde vor einiger Zeit zu einem der besten Biere der Welt gewählt, der erste Schluck bestätigt diesen Eindruck aber nicht. Beim letzten Test im Jahr 2004 hat es absolut durchschnittliche fünf Punkte erhalten, heute versucht es mehr herauszuholen. Goldgelb und mit einer durchschnittlichen Schaumkrone ist es unterwegs, der Antrunk ist ungewohnt normal. Ein malziger Antrunk ist zu schmecken, etwas Frucht kommt auf nach Beeren und Ananas. Nach ein paar weiteren Momenten kommt der Hopfen durch, der dann wirklich tonangebend ist. Ein ordentliches Volumen tut sich da auf. Sozusagen der Wolf im Schafspelz. Der lange Abgang wird von einer feinen Apfelnote unterstützt. Ein starkes Bier, welches aber garantiert nicht zu den besten der Welt gehört. Ganz ok, ich habe mir etwas anderes vorgestellt. 7 von 10 Punkten.

Bewertung 19.03.2013:
Das Bier kenne ich doch... Vor 1,5 Jahren habe ich es noch direkt in Brüssel kosten dürfen, da hatte es aber noch 9,0%vol. Alkohol. Die vor mir stehende Flasche hat "nur" noch 8,5%vol. Das Bier mit dem rosa Elefanten (wahrscheinlich sieht man die, wenn man zuviel davon getrunken hat) ist in der belgischen Hauptstadt allgegenwärtig. Mehrere Kneipen mit einer immensen Auswahl an verschiedenen Bieren aus aller Welt firmieren unter dem Namen Delirium. Und das "Tremens", ein Starkbier ist das Hausbier. Und nun wird es hier in Düsseldorf verköstigt. Leicht hefetrüb ist es, der Schaum darüber steht anständig. Man riecht eine feine Fruchtigkeit, versteckt hinter einem würzigen Körper. Extrem spritzig ist der Antrunk, der zugleich fruchtig, aber auch sehr würzig schmeckt. Typisch belgisch eben... In den ersten Sekunden schmecke ich etwas Orange und eine Spur Koriander, die würzigen Aromen kommen auch schnell durch und dann wird das Delirium auch ziemlich schnell trocken. Man fühlt sich ein wenig an Champagner erinnert. Der Abgang ist relativ lang und es wirkt auch ruhiger mit der Zeit. Dennoch wirkt dieses Bier nur bedingt rund. Eine Spur zu rau ist es meiner Meinung nach, das vermindert die Trinkfreude. Der Vorteil ist, dass man den Alkohol nicht direkt schmeckt. Und das ist ja bei 8,5%vol. auch nicht so einfach. Unterm Strich: Man kann es trinken, aber es haut einen nicht um. Zumindest geschmacklich nicht. Was den Alkohol angeht, könnte das schon eher passieren... 7 von 10 Punkten.

Bewertung 06.07.2020:
Na, ich sehe schon wieder Elefanten... Und zwar rosane... Nein, keine Sorge, mir geht es gut. Vor mir steht nur das "Delirium Tremens" aus Belgien, welches diesen Dickhäuter auf dem Etikett trägt. 8,5%vol. Alkohol hat dieses Starkbier, welches in einer 0,33l-Vichy-Flasche abgefüllt ist, die an Steingut erinnert. Die Delirium-Kneipen gibt es mittlerweile nicht nur in Belgien, auch im benachbarten Köln hat eine Filiale aufgemacht, die 31 Fassbiere anbietet. Darunter natürlich auch das Hausbier der Brauerei Huyghe. Eingeschenkt bei mir zuhause sieht es traumhaft aus: Ein glänzendes Goldgelb mit vielen Kohlensäurebläschen und einem sehr festen, feinen Schaum. Der Geruch ist leicht säuerlich, auch der Antrunk des spritziges Bieres ist sauer. Das ist ganz lecker. Sehr deutlich ist direkt der Hopfen, der eine deutliche Würzigkeit durchkommen lässt. Trocken ist es, die Bittere hält sich bedeckt. Dafür kommen krautige Aromen durch, zumindest ab der Mitte. Auch ist Orangenschale zu schmecken. Das "Delirium Tremens" ist gut. Den Alkohol schmecke ich nicht direkt, man merkt aber, dass das Bier Wumms hat. Viel Körper wird geboten. Ein gutes Starkbier aus Belgien. Viele Aromen werden geboten. Von fruchtigen Orangen über etwas Lakritz bis zum krautigen Wacholder. Alles zusammenaddiert ergibt das wieder gute sieben Punkte! 7 von 10 Punkten.


Bewertung:

Bewertung: 7 / 10 Punkten


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Meinungen Schreibe uns deine Meinung zu diesem Bier.

Johnny Porter ( Johnny )
2015-10-22

a...was soll man da sagen...fruchtig, etwas süßer als gedacht, frisch, süffig, schaumig und einfach lecker.


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