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Biertest - Augustinerbräu München Pils

Bewertung: 9 / 10 Punkten

Brauerei:

Augustiner-Bräu Wagner KG / München


Herkunft:

Deutschland


Getestet am:

24.02.2009


Testobjekt:

0,33l-Vichy-Flasche


Biersorte:

Pilsener


Alkoholgehalt:

5,60%vol.


Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen


Farbe:

goldgelb


Schaumkrone:

durchschnittlich


Geruch:

trocken


Geschmack:

hopfig, trocken, herb, langer Abgang


Sonstiges:

Vielen Dank an Samuel Korek für die Besorgung !!!


Fazit:

Dieses Bier ist eine wirkliche Rarität. Man bekommt es nicht überall, und vielleicht ist das auch gut so. Dann lieber Qualität statt Quantität. Also, vor mir steht das "Augustinerbräu München Pils" mit beachtlichen 5,6%vol. So oft bekommt man auch kein Pilsener in die Hand, welches sich ja fast schon Starkbier nennen darf, bezogen auf den Alkohol natürlich. Optisch ist es ein Highlight: goldgelb, blank und mit einer festen Schaumkrone. Das Beste ist aber der Antrunk... Schön hopfig. Und zwar von der allerfeinsten Sorte. Bitter, ohne jedoch auch eine süffige Malznote mit unter zu bringen. Zumal das Wasser echt toll ist. Der Hopfen erinnert entfernt an Fichtenholz, so knarzig, im positiven Sinne, schmeckt es. Lecker ist dieses Pils auf jeden Fall. Etwas süßer zwar, aber ohne großen Schnörkel ein Pilsener, wie es sein soll. Man kann wirklich an so manch tschechisches Spitzenpilsener denken. Da kann man mal sehen, was der Hopfenextrakt, welcher immer mehr verwandt wird, geschmacklich ausmacht. So lob ich mir doch die Brauereien, die frischen Hopfen nutzen, um ein Pilsener oder andere Biere zu brauen. Dieses Pils schmeckt mir sehr gut. Trotzdem fehlt mir noch das letzte Etwas. Vielleicht noch eine Spur mehr Hopfen, vielleicht weniger Malz. Dieses Bier ist ganz weit oben mit dabei...


Bewertung:

Bewertung: 9 / 10 Punkten


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Stumpenrudi
2020-12-25

Augustiner-Bräu ist inzwischen die einzige Münchner Brauerei (Hausbrauereien nicht mit eingerechnet), die überhaupt noch ein Bier Pilsner Brauart herstellt. Was auf dem Höhepunkt der Pilswelle (1970-1990er Jahre) undenkbar war, als sich alle Münchner Brauereien (mit Ausnahme des Staatlichen Hofbräuhauses) auf dieser Welle mitzuschwimmen gezwungen sahen, ist inzwischen wieder möglich. Der Grund hierfür ist ein einfacher: Paulaner, Hacker-Pschorr, Löwen- und Spatenbräu gehören inzwischen zu riesigen Bierkonzernen, die im Bereich Pils starke Marken besitzen, so dass diese inzwischen gar kein Interesse mehr daran haben, dass ihre Münchner Betriebe diesen ausgesprochenen Pils-Marken des eigenen Konzerns Konkurrenz machen. Und so können sich die Münchner Konzernbrauereien auf ihre eigentlichen Stärken konzentrieren, die sie ins Portfolio des Gesamtkonzerns einbringen: Weißbier, Dunkelbier, Oktoberfestbier - und natürlich das Münchner Hell-Lagerbier, das inzwischen DER große Trendsetter ist! Augustiner, als der einzige sowohl konzernfreie wie nichtstaatliche große Brauereibetrieb Münchens, ist allerdings in einer anderen Situation, und bietet daher nach wie vor die Gesamtpalette an, die man von einer bayerischen Brauerei dieser Größe erwarten kann - und dazu gehört eben auch ein Pils; bayerntypisch nicht als Primus des Sortiments, sondern eingereiht unter die anderen Spezialitäten, und, ebenfalls bayerntypisch, ausschließlich in der 0,33 l-Flasche erhältlich. Im Gegensatz zu den anderen, inzwischen eingestellten Münchner Pilsbieren, um die es nicht sonderlich schade ist, ist das Pils der Augustiner-Brauerei tatsächlich etwas Besonderes, allein schon aufgrund seines außergewöhnlich hohen Alkoholgehalts! Der erhöhlte Alkoholgehalt scheint indes allgemeine Politik des Hauses Augustiner zu sein: das Brot-und-Butter-Bier der Brauerei, das "grüne" Helle, wartet schon mit 5,2 % auf - mehr als viele andere bayerische Helle. Das Edelstoff-Export weist mit seinen 5,6 % ebenfalls geringfügig mehr auf als bei diesem Bierstil allgemein üblich ist (5,2 - 5,5%). Und mit dem Pils der Augustiner-Brauerei, dem man es ob seiner hopfigen Schlankheit gar nicht anmerkt, erhält man tatsächlich eines der heute fast ausgestorbenen Pilsner von Exportstärke (bzw. sogar 0,1 % über dieser)! - eine wahre Rarität. Süffig ist es nicht, dieses Pils - aber das will und muss es auch gar nicht sein: es ist ein Pils, das so genommen werden will, wie es ein traditionsbewusster bayerischer Biertrinker zu nehmen pflegt - nicht als Alltagsbier, nicht als Bier für den ganzen Abend, sondern als Abwechslung. Gern z.B. als "Rausschmeißer" vor dem Nachhauseweg - nach vielen Halben Hellen.


Dino
2018-07-20

Habe soeben das erste mal das Augustiner Pils probieren können. Da es auch hier in Bayern, nicht überall erhältlich ist, war meine Vorfreude entsprechend groß, als mir ein Freund ein paar Fläschchen zum testen vorbeigebracht hat. Beim ersten Schluck allerdings, war die Freude leider schon etwas verflogen. Dieses Pils ist mir persönlich insgesamt viel zu süß, obwohl ich es eigentlich nichtmal wirklich bitter mag. Und das zog sich leider bis zum Schluss durch. Es ist durchaus vollmundig, aber die extreme Süße erinnert ein wenig an ein Starkbier. Wahrscheinlich ist der höhere Alkoholgehalt von 5,6% der Grund dafür. Persönlich bevorzuge ich ja das Hofmühl Pils oder das Březňak aus Tschechien. Dem Augustiner Pils gebe ich 6 von 10 Punkten


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