Biertest - Astra Urtyp
Brauerei:
Holsten-Brauerei AG / Hamburg
Herkunft:
Deutschland
Getestet am:
01.07.2009
Testobjekt:
0,33l-Steinie-Flasche
Biersorte:
Pilsener
Alkoholgehalt:
4,90%vol.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen
Farbe:
helles goldgelb
Schaumkrone:
durchschnittlich
Geruch:
hopfig
Geschmack:
Sehr herb und würzig, bitter, langer Nachgeschmack
Sonstiges:
Hergestellt für Bavaria-St. Pauli-Brauerei GmbH / Hamburg
Fazit:
Bewertung 11.07.2001: Nicht unbedingt jedermanns Geschmack, da das Astra sehr herb ist, also ein richtiges Hafenarbeiter-Bier :-) 7 von 10 Punkten.
Bewertung 01.07.2009: Was? Schon acht Jahre ist es her, dass ich das "Astra Urtyp" das letzte Mal getestet habe? Na, dann wird es aber mal höchste Zeit, das nachzuholen. Es hat sich ja doch so viel getan seitdem. Wenn man sich z.B. die beiden Etiketten oben genauer anscheut, wird man feststellen, dass beide mit Liebe gebraut wurden, aber... das "alte" sagt "im Herzen von St. Pauli", während das "neue" Etikett von "im Herzen Hamburgs" spricht. Ja, stimmt. Da war doch was. Die Holsten-Brauerei, beheimatet im Hamburger Stadtteil Altona hat die auf St. Pauli sitzende Bavaria-Brauerei gekauft und platt gemacht. Dann kam der Däne Carlsberg und der kaufte kurzerhand die Holsten-Brauerei. So, das die Geschichte zum Beginn. Wollen wir doch am besten die 0,5l-NRW-Flasche öffnen und uns überraschen lassen, wie es denn heute Abend mundet. Ein helleres goldgelb erstrahlt, der Schaum ist massig vorhanden und ist fest. Sehr gut bis hierhin. Nebenbei bemerkt, das Bier wird natürlich aus dem Bierglas getrunken, obwohl das Flaschenetikett etwas anderes behauptet: "Aus der Flasche. Aus Hamburg. Aus Tradition.". Alles klar? Nun gut, es geht los. Der Antrunk: Ordentlich hopfig, aber auch leicht malzig und mit einer lebhaften Kohlensäure, die im weiteren verlauf aber stark nachlässt. Die norddeutsche Herkunft ist definitiv nicht zu verleugnen. Leicht metallisch schmeckt der Schaum, jeder weitere Schluck wird herber und bitterer. Etwas unrund schmeckt es. Austauschbar, zu hart. Der ältere Hamburger mag das, aber die junge Generation wird hier wohl eher das Gesicht verziehen. Wobei es nicht so schlecht schmeckt. Der Mittelteil lässt der subtilen Süße etwas Platz, der Abgang ist unendlich lang und läuft, was die Würzigkeit angeht, zu Höchstform auf. Na ja, begeistert bin ich nicht, aber das "Astra Urtyp" geht in Ordnung. Gerade der Mittelteil mit seiner erfreulich malzigen Note holt hier einiges raus. Insgesamt eher besserer Durchschnitt. 6 von 10 Punkten.
Bewertung:

Marcel
2011-12-15
Ein nettes Pauli Bier aber auch kein überragendes. Astra ist auch nicht mein Bier.
Peter aus Hamburg
2010-06-08
Na, dann will ich auch etwas dazu sagen!
Marios Aussage muss ich nicht wiederholen! Es stimmt im Großen und ganzen, was er sagt! Aber, Mittwochs auf der Linie 62 - nach Finkenwerder und zurück - im Kreise Billigbier vom LandungsbrückenKiosk trinkender Rentner kommt mir ein eiskaltes Astra wie Luxus vor! Nur - man muss aus der Flasche trinken!Und möglichst schnell. Die kleinste Abkühlung macht den Stoff ungenießbar!
Die Alternative - Holsten Pilsener - geht noch mehr den Bach - die Elbe - runter!
Trotzdem macht der Törn Spass! (mit einer nur lauwarmen Bockwurst)!
Mit Grüßen
Peter aus Hamburg
Patrick Köllner
2010-06-07
Kaum zu glauben, dass ich hier wirklich der Erste sein soll, der was zu Astra schreibt!?!
Wann auch immer man in Hamburg ist, kommt man um St. Paulis Nr. 1 eigentlich kaum herum. Vor allem bei einem Reeperbahnbesuch.
Verpönt ist dabei natürlich die 0,5er-NRW-Flasche.
Astra wird nämlich grundsätzlich aus Steinis getrunken (DIN-Norm 6199, 0,33l). Am besten in einer Kneipe wie dem "Silbersack".
Das Bier schmeckt extrem herb und ist somit wirklich eher für echte Männer und absolut nichts für die Alko-Pops-Beck´s-Gold-Caipi-Generation. Ich gebe zu: auch ich muss mich immer wieder erst an die Bitterkeit gewöhnen.
Nach 1-2 Flaschen macht Astra dann aber richtig Spaß. ;-)
Angeblich gibt es unter ausgewählten Deckeln Totenköpfe, die den Finder mit Reichtum überschütten.
Scheint aber ähnlicher Quatsch zu sein wie Krombachers "Tor-Millionär", bei dem man auch nie von einem Gewinner hörte.


Astra Rotlicht

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